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Müllvermeidung

Sprühflaschen

Vor ein paar Tagen beim Zähne putzen kam mir die Idee. Warum nicht vermehrt Konzentrate verwenden. Seit vielen Jahren verwende ich ein Zahnpastakonzentrat. Die Tube fasst zwar nur ein Drittel Inhalt einer handelsüblichen, reicht aber, durch die geringe Dosierung, genauso lange. Als Reisebegleiter ist das kleine Tübchen außerdem auch einfach nur genial.

Müllvermeidung durch Konzentrate

Meine Tube nicht so schnell leer und hat darüber hinaus nur halb so viel Verpackung, im Vergleich zur “normalen”, also habe ich damit bereits gut 50% weniger Kunststoffabfall erzeugt. Das ist eine hohe Quote lediglich erreicht durch den Griff zu einem andersartigen Produkt.

SprühflaschenNach Überlegung kam mir noch ein sehr gerne genutztes Konzentrat in den Sinn. Ein Kalkreiniger in Pulverform. Für den üblichen Gebrauch löst man, zum Beispiel in einer Sprühflasche, einen Teelöffel voll in einem 3/4 Liter Wasser. Diese hat man dann jederzeit schnell griffbereit und ist genauso schnell, ohne Einkaufswege, wieder auffüllbar. Das Pulver bewahre ich in einer Dose auf, die ich mit Nachfüllpacks wieder befülle. Ein Nachfüllpack hat 250 Gramm und ergibt 50 Füllungen der Sprühflasche, also ersetzt ein Beutelchen die Menge von 50 Sprühflaschen. Das entspricht einer Ersparnis von 98%.

Auswirkung auf Transport und Logistik

Im Fall des Kalkreinigers betrachten wir 1 kg Konzentrat, dass 150 kg Fertiglösung entspricht. Das Volumen eines gebrauchsfertigen Kalkreinigers beträgt das 200-fache im Vergleich zum Konzentrat. Im Mittel wurden im Jahr 2016 laut Kraftfahrt-Bundesamt pro Transport von Konsumgütern zum kurzfristigen Verbrauch rund 150 km pro Tour zurückgelegt. Umgelegt auf die fertige Mischung kämen 22500 gefahrenen Kilometer zusammen und beim Konzentrat lediglich 150.

Im Beitrag Kohlendioxid-Einsparung 2016 hatten wir für 500 gefahrene LKW-Kilometer 2000 kg CO₂-Emission ermittelt. Umgerechnet auf unser Beispiel bedeutet das eine Emission vom 600 kg bei Verwendung von Konzentrat zu 90.000 kg für den bequemeren Weg. Bezüglich dem Stichwort Müllvermeidung ist festzustellen, dass die leeren Umverpackungen bei weiten nicht mehr so viel wiegen, während das Volumen der Flaschen erst einmal nahezu gleichbleibend ist. Das Beutelchen verliert nach dem Umfüllen umgehend weit über 90% seines Volumens.

Gesetzt den Fall diese Quote wäre auf alle Transporte übertragbar, würde dies bedeuten, dass nur noch jeder 150ste LKW unsere Straßen befährt. Eins zu eins ist das natürlich nicht umsetzbar, aber selbst eine 2 oder 5 prozentige Reduzierung der Transporte wäre bereits eine enorme Entlastung des Verkehrsnetzes und der Umwelt. Zudem würde eine geringere Anzahl von notwendigen Transportfahrten dem stetig steigenden fehlen von Fahrern, der durch die Nachweispflicht einer Grundqualifikation seit dem 10.09.2009 entstanden ist, auf Grund geringeren Bedarfs abgemildert werden.

Resume

So wie viele Wege nach Rom führen, so sind auch viele kleine Einzelaktivitäten hilfreich, unsere Umwelt nicht unnötig zu belasten. Meine Beispiele zeigen, dass unsere persönliche Entscheidung zu Verbesserungen beitragen kann. Je mehr ich über den Einsatz von Konzentraten nachgedacht habe, umso begeisterter war ich. Das Angebot ist aktuell nicht sehr groß, aber wir leben in einer Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage entscheiden schlussendlich über die Warenpalette in unseren Geschäften.

Am meisten hat mich die Verringerung zu fahrender Strecken begeistert. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass jeder der nur 1 kg Ware ins Regal räumen muss statt 150 kg mindestens genauso begeistert wäre. Man muss sich nur mal vorstellen, dass Einkauftaschen mal ein paar Kilo weniger wiegen. Wär´doch klasse!

Weitere Wege der Müllvermeidung

Konzentrate sind meine persönliche Idee zur Müllvermeidung. Natürlich kann ich Obst und Gemüse unverpackt aus dem Garten in die Küche tragen, womit noch weit mehr Verpackungsmüll entfällt. Leider fehlt mir sowohl die Zeit, als auch das Geschick des Gärtnerns.

Schaut man sich Beiträge zum Thema Müllvermeidung an, erscheinen die vorgeschlagenen Maßnahmen oft recht rigoros. Meiner persönlichen Einschätzung nach wird für viele die Negativliste einiger Möglichkeiten deutlich länger ausfallen, als die Positivliste. Trotzdem bin ich überzeugt, dass jeder seinen Teil beitragen kann.

In einem Artikel des Spiegel wird das Thema von verschiedenen Seiten betrachtet. Viele Wege führen nach Rom und jeder Schritt den auch der einzelne in die richtige Richtung macht hilft das gemeinsame Ziel zu erreichen.

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