Containerbeladung klingt einfach

Immer wieder gerne diskutiert ist das Thema Containerbeladung. Relevante Aspekte sind Beladehöhe, -breite, das Gewicht und eingefüllte Materialien.

Aus aktuellem Anlass widmen wir dem Thema tatsächlich eine eigene Seite. Generell kann man sicherlich über Ladungssicherung diskutieren, aber einiges ist derart offensichtlich nicht zu sichern, dass der Lader schon einige rosarote Brillen tragen muss, um behaupten zu können ein Container wäre transportabel.

Hier kommen einige irrige Meinungen:

Nach oben ist noch Platz

Luft nach obenDas vorgehen nach dem Prinzip “Der Tag hat 24 Stunden und wenn die nicht reichen nimmt man noch die Nacht dazu” führt gerne zu interessanten Ladevarianten. Da wird das Containervolumen schnell mal verdoppelt.

Besonders interessant finde ich die hübsche Deko in Form einer Platte die obenauf drapiert ist. Gefühlt stürzt diese bereits beim kleinsten Luftzug.

Üblicherweise decken wir die Container zum Transport mit einem Netz ab. Bei zulässiger Ladehöhe bis zur Kante hängt das Netz rundum noch 20-30 cm über. Unschwer zu erkennen, dass das Netz nicht einmal annähernd bis zur Containerkante reicht. Vorher wäre allerdings auch das Rätsel zu lösen, wie das Netz überhaupt über die Ladung kommt.

Gewicht kann doch keine Rolle spielen

Containerbeladung klingt einfachDie Auswahl bestimmter Containergrößen für bestimmte Materialien wird nicht ausgewürfelt, sondern ergibt sich aus der zulässigen Zuladung der Fahrzeuge. Ich höre erst auf zu laden, wenn alles weg ist. Ok, im Container ist alles, aber mit so viel Gewicht, dass der Container nicht einmal angehoben werden kann, geschweige denn transportiert. Da freut sich jeder Beteiligte. Der Fahrer ist umsonst da gewesen, abgeladen werden muss auch wieder und dann erneut eine Anfahrt mit dem LKW, in der Hoffnung, dass genügend abgeladen wurde.

Deckel bleiben offen, auch während der Fahrt

DeckelcontainerEin hervorragendes Hindernis zum Überladen sind Deckel auf Containern. Normalerweise. Bis jemand der Meinung ist, dass Deckel nur Schutz gegen Regen sind. Ich kann aber versichern, dass wir auch nicht zaubern können und solche Container verschlossen bekommen.

 

Was man von oben nicht sieht, ist nicht drin im Container

StörstoffEgal ob Müll im Bauschutt, Bauschutt in Erdaushub oder Störstoffe bei den gemischten Abfällen. Beim Kippen kommt alles ans Tageslicht. Nichts kann man im Container so verstecken, dass es nach der Entleerung nicht wieder zum Vorschein kommt.

Das Bild zeigt so ziemlich das übelste, was man sich so vorstellen kann. Unsere Halle schwamm in Altöl. Alle anderen Materialien waren dadurch ebenfalls verunreinigt.

FarbeEine vergleichbare “Schweinerei” entsteht durch Farben im Container. Beim Kippen öffnen sich die Behälter oder bekommen Risse und Löcher, wodurch sich alles hübsch gleichmäßig verteilen kann.

Es bedarf keiner großen Menge, um reichlich Verunreinigung zu verursachen, da Flüssigkeiten sich ja so wunderbar ausbreiten.

Ich bestelle 2m³ und bastel mir daraus 3m³

aus 2 mach 3Zugegeben, das Einschätzen vom anfallenden Volumen ist manchmal nicht ganz einfach. Sicherheitshalber empfehlen wir deshalb eine Nummer größer, als man vermutet.

In diesem Fall hätte das zwar eine “normale” An- und Abfahrt bedeutet, statt der ermäßigten, dafür hat man dann jedoch die Leerfahrt und das Umladen gespart.

 

 

 

Einsparmöglichkeit: gut 4m³ einfüllen und 3m³ bezahlen?

EinsparmöglichkeitDer Sparfuchs wäre sicher begeistert. Bei genauer Betrachtung übersteigen die Kosten und die zusätzliche Arbeit allerdings den korrekten Weg deutlich.

Speziell für die Berechnung von Bauschutt kann ich hier nur nochmal unsere Formelsammlung empfehlen. Das einzige, was nicht berücksichtigt werden kann sind Änderungen am Vorhaben, die zu mehr Bauschutt führen.

Containerbeladung klingt einfach und das ist es normalerweise auch

Trotz unserer Feststellungen wird das Gros der Container vernünftig geladen. Unsere Ladebedingungen haben durchaus ihren Sinn und sollten eingehalten werden. Alles andere bedeutet nur unnötigen Ärger für alle Beteiligten und zumeist zusätzliche Kosten und Arbeit.

Kleiner LKW!

kleiner LKW

 

Heute hat unser neuer kleiner seine ersten Kilometer unter Baumann Entsorgung geschafft. Datum und Uhrzeit gehen noch nach dem Mond, aber der Tank ist schon mal gefüllt und auf die Waage musste er auch schon.

Ab morgen kann er dann zum Einsatz kommen. Die Beschriftung folgt dann nach.

 

Gleich zu Anfang diesen Jahres war unser Entsetzen groß. Unser kleiner LKW, gerade mal 5 1/2 Jahre alt, ist liegen geblieben. Diagnose: Motorschaden.

Und dann?

Die Entscheidung wurde gefällt.

Der neue ist bestellt!

noch beim AufbauerDie ersten Bilder sind bereits bei uns eingegangen und man schon erkennen was daraus werden soll.

Kleiner LKW heißt: Absetzkipper mit 7,5 to zulässigem Gesamtgewicht. Schwere Container mit Bauschutt oder Erdaushub können nur 2m³ Größe transportiert werden, aber gefüllt mit leichteren Fraktionen wie Sperrmüll, Holz oder Grünschnitt, dürfen die Container bis zu 10m³ Fassungsvermögen haben.

Ein wenig historisches zum Thema kleiner LKW:

kleiner LKW swIm November 1998 wurde unser erster Canter zugelassen und hat uns bis 2012 wertvolle Dienste geleistet. Er verblieb noch einige Jahre als Hofhund. Der “Neue” kam im Juni 2012. Bis August 2012 hatten wir auch noch unseren ersten Scania, der hier mit auf dem Bildchen zu sehen ist. Viele Jahre standen diese beiden LKW für unseren Containerdienst.

Dieses Jahr im Oktober vollenden wir 20 Jahre Einsatz eines kleinen 7,5 to Absetzkippers. Der Entschluss diesen anzuschaffen, war wirklich kein spontaner. Lange haben wir abgewogen und uns dann dafür entschieden. Nun erwarten wir den 3. seiner Art in unserem Fuhrpark.

kuriose Zufallsentdeckung

Ich wollte lediglich sehen, welcher Kölner Stadtteil sich hinter der Postleitzahl 50931 verbirgt. Google Maps angeklickt und einfach mal ganz neugierig die eingeblendete 360Grad Ansicht angeschaut. Was sehe ich, kurz bevor ich den Anfang wieder erreiche? Unseren alten Scania, unverwechselbar mit den Scheinwerfern und den Hörnern auf dem Führerhaus.

 

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Bei so einem großen Zufall war ich wirklich platt. Die Rundumsicht wurde im August 2008 aufgenommen. Meiner Recherche nach kommen 7 verschiedene Container in Frage, die der Fahrer auf dem Wege war abzuholen. Welcher davon genau wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben. Der Fahrer jedoch, wenn auch nicht zu erkennen, ist bekannt.

Kohlendioxid-Einsparung 2016

Ebenso verblüfft, wie erfreut war ich, als uns Anfang 2016 die folgende Urkunde über die Kohlendioxid-Einsparung 2016 erreichte:

CO₂-Einsparung 2016

 

Was besagt diese Urkunde

Das hat mich interessiert und heute ist es nun soweit, dem etwas näher auf den Grund zu gehen.

Im Jahr 2016 haben wir 2 Hängerzüge mit jeweils gut 10to Fensterprofilen und Rolladen abgefahren. Hängerzug bedeutet hier die Kombination aus unserem 26to Abrollkipper und Anhänger, welche jeweils mit 40m³ Containern beladen waren, also 160m³ geladenes Volumen.

Rund ein halbes Jahr sammeln und lagern wir das Material für eine Tour, um es dann in die Transportbehälter umzuladen und abzutransportieren. Der Transport ist mit einer Strecke von gut 500 km mit LKW und Anhänger schon eine Tagestour.

Um nun eine CO₂-Bilanz ziehen zu können muss ich nun noch Sortierung, Beladung und Transport berücksichtigen. Leider konnten ich keine Ermittlungshilfe für die Emissionen von Maschinen finden. Meine überschlagsweise Berechnung ergab zumindest für den LKW rund 1000 kg CO₂-Emission für beide Touren. Den schlimmsten Fall annehmend kalkuliere ich nochmal 1000 kg CO₂-Emission für den Maschineneinsatz, für Sortierung, Lagerung und Beladung.

Resultat

Ziehen ich nun die 2000 kg von den eingesparten 42.580 kg ab, liegt die Kohlendioxid-Einsparung 2016 immerhin bei über 40.000 kg.

Diese Zahl hört sich nicht nur groß an, sondern, betrachtet man sie näher, hat sie auch eine große Bedeutung. Am Beispiel des Handelsblatt-Artikels “Wie viele Bäume sind nötig, um eine Tonne CO₂- zu binden?” ergibt sich ein notwendiger Bestand von 3200 Buchen im Alter von rund 80 Jahren für das gleiche Ergebnis.

Die Buche wächst jährlich 35-45 cm in der Breite. Auf 80 Jahre gerechnet beträgt der Durchmesser der Krone im Mittel somit gut 30 Meter. Pflanzen wir nun gedanklich so eng, dass die Kronen zu 2/3 ineinander ragen wäre unser Buchenwald über 30000 m² oder 3 Hektar groß, was ungefähr einer Fläche von 4 Fußballfeldern entspricht. Da kann man ja schon von einem Wäldchen sprechen.

Hier die Gegenprobe

Als Quervergleich der angegebenen Berechnungen verweise ich auf die Seite von Stiftung Unternehmen Wald. Im Verlauf wird unter der Überschrift “Hier noch einige Zahlen zum Wald und Holz” eine Speicherkapazität von 13 Tonnen CO₂ pro Jahr für einen Hektar Wald angegeben. Meine ermittelten 3 Hektar zu Grunde gelegt wären wir bei 39 Tonnen, was unwesentlich von den 40 Tonnen abweicht.

Grundlage für die Urkundenerstellung

Nähere Informationen der zu Grunde liegenden Ermittlungsparameter  gibt es bei unserem Vertragspartner Dekura. Die beurkundete Einsparung beruht demnach auf der Differenz “der Prozess[e] von der Erfassung an der Sammelstelle (Rezyklat) bzw. vom Rohstoffabbau (Neuware) bis zum „Werksausgangstor“ der Aufbereitungsanlage bzw. des PVC-Herstellers.”

Daten über den Gebrauch und das Recycling von Kunststoffen

Mehr über die Verwendung und Verwertung von Kunststoffen finden sie beim Bundesumweltamt.

Der Beitrag Kohlendioxid-Einsparung 2016

soll lediglich der Erste einer ganzen Reihe werden. Bislang ist es, auf Grund der umfangreichen Recherchen, bis dato nur der einzige Beitrag zum Thema, wird aber nicht in Vergessenheit geraten.